Österreich-Premiere: Die Tage wie das Jahr

Völlig ausverkauft war das Stadt-Kino bei der Österreich-Premiere des Films "Die Tage wie das Jahr" über die Biobauern Gottfried und Elfriede Neuwirth aus Wanzenau.

Die beiden haben sich konsequent für eine "kleine" Wirtschaftsweise entschieden, betrachten ihre Tiere als Lebewesen und den Boden als eigenen Kosmos. 
Der Film heftet sich diesem Leben auf die Spur, baut ohne Kommentar und Erklärung eine Erzählung auf, die die verbreitete ressourcenzerstörende Praxis des Landwirtschaftens und ungezügelten Verbrauchens ad absurdum führt und spüren lässt: Es geht auch anders.

Im Anschluß gab es ein Filmgespräch mit Regisseur Othmar Schmiderer uns seinem Filmteam sowie mit Elfriede und Gottfried Neuwirth. 

Der Regisseur erklärte warum der Film ganz ohne Sprache auskommt: "Wir wollten einen Gegenpol zu jenen Filmen schaffen, in denen pausenlos gesprochen wird". 

Gottfried Neuwirth erzählte, dass er über eine Reise nach Südamerika zum Biobauern wurde. "Dort bin ich mit der Landwirtschaft in Kontakt gekommen und habe gespürt, dass ich das auch machen will", sagte der gelernte Elektrikermeister. "Bei der kleinteiligen Landwirtschaft ist so viel Schönes dabei, das sonst verloren geht. Etwa das Wissen über die Tiere und die Natur", erzählte er und kritisierte, dass 80 Prozent der Landwirtschaftsförderung in der EU an 3 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe gehe.

Elfriede Neuwirth verriet, dass sie von der Idee, dass ein Film über sie gemacht werden solle, anfänglich nicht begeistert gewesen sei. Im Nachhinein sei sie aber positiv vom Ergebnis überrascht.

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